Nach einem aufregenden Tourjahr zog sich Claudia Koreck mit ihrem Sohn und ihrem Mann nach Hawaii zurück, um neue Lieder zu schreiben. Voll in der Natur mieteten sie sich ein Haus in Kilauea auf der kleinen Insel Kauai. Ohne Nachbarn, aber mit großen Plänen. Und mit Blick auf Bäume und das Meer, in dem Buckelwale sich die Zeit vertrieben.
Claudia Koreck wollte die Gelassenheit finden, die sie braucht, um kreativ zu werden. Und weil ihr das so wunderbar gelungen ist, weil aus den Ideen und der Klangwelt der Pazifikinsel dreizehn Songs voller Wärme, Gefühl und Melancholie erwachsen sind, heißt das zugehörige Album „Honu Lani“ – wie das Haus, in dem die Lieder entstanden sind.
Gesang, Ukulele, Gitarre und improvisiertes Stampfen wurden original auf Kauai festgehalten. Musiziert wird mit allem, was die beiden Münchner in „Honu Lani“ finden konnten: Eine Holzfigur mit Muschelkette gibt ein prima Shaker-Geräusch ab, der Boden ein dumpfes Pochen. Gegenstände aus dem Haus funktionieren sie kurzerhand zu Sound-Equipment um. Zum Beispiel eine Kokosnuss, ein Holzbrett oder Trommeln. Es sind also die ersten Song-Ideen, die hier erhalten werden. Dass die geborene Traunsteinerin auf Bairisch singt, muss nicht extra betont werden. „Dialekt ist etwas Unbewusstes für mich“, sagt Claudia Koreck.
Wenn das Herbstwetter wieder richtig scheußlich wird, lassen Sie sich bei uns von Claudia Koreck mit hawaiianisch-bayerischer Musik in wärme Gefilde davon tragen. Auch ein Notausgang, Herr Schreckenberger.
